Etappe 6

Val di Sole (Pellizzano) – Valle del Chiese (Roncone)

Das ist eine sehr abwechslungsreiche und spannende, aber auch anspruchsvolle Etappe, mit vielen neuen Streckenabschnitten, die bei der Transalp noch nie gefahren wurden. Los geht es aber zunächst entspannt bei der neutralisierten Überführung auf dem Radweg von Pellizzano nach Dimaro. Hier beginnt der Anstieg durch das Val Medrio über 900 Höhenmeter meist auf Forstwegen hinauf zum Passo Campo Carlo Magno. Einmal aber wird der Weg hinauf zum Pfad, der sich dann über dem rauschenden Wasser durch die Schlucht des Medrio windet. Am Pass zeigen die ersten Liftanlagen die Nähe zu Madonna di Campiglio an, dem berühmten Skiort, dessen Zentrum auf ein paar lässigen Pfaden umfahren wird. Von hier geht es hinab zum Fuße des Val Brenta, und zwar auf der alten Talstraße, die zuletzt 2012 beim Start der Schlussetappe in Madonna befahren wurde. Jetzt kommt der landschaftlich schönste Teil dieser Etappe: Beim Anstieg zum herrlich gelegenen Passo Bregn da l’Ors baut sich der massive Block der Brenta vor einem auf. Und im Rücken wachen die 3.500 Meter hohen Gipfel des Adamello und der Presanella über der Szenerie, Berge, die man noch einen Tag zuvor, am Passo Tonale, von der anderen Seite bestaunen durfte. Deshalb gehört der Pfad vom Bregn da l’Ors hinüber zur Malga Movlina zu den schönsten Abschnitten der Transalp-Geschichte. 2012, bei der letzten Überfahrung, ist dieses Erlebnis aber leider einem heftigen Gewitter zum Opfer gefallen und die Teilnehmer waren froh, als sie über den Berg waren. Noch ein kurzes Stück folgt die Abfahrt der Route von 2012, bleibt aber nicht lange im Val d’Algone, sondern biegt rechts ab ins Val Rendena. Die Abfahrt da hinab ist ebenso eindrucks- wie anspruchsvoll. Im oberen Teil beginnt der Spaß mit steilen, teils wurzeligen Karrenwegen, die viel Gefühl und volle Konzentration erfordern. Im zweiten Teil geht es über einen dieser unzähligen, versteckten Trentiner Waldpfade, die einem das Gefühl geben, dass hier noch nie ein Mensch mit dem Bike gefahren ist. Ein echter Geheimtipp, der richtig Spaß macht, aber, weil eben nicht speziell für Biker gebaut, auch ein paar schwierige Stellen aufweist. Summe summarum ist die lange Abfahrt über insgesamt 1.400 Höhenmeter aber enorm abwechslungsreich und sehr kurzweilig. Bei Tione läuft das Val Rendena, das von Madonna di Camiglio kommt, aus. Es trifft hier auf die Valli Giudicare im Osten und das Valle del Chiese im Süden. An dessen Hängen wird Tione umfahren, vielmehr an seinen Ausläufern gestreift, um von da den angenehmen Anstieg auf Asphalt hinauf zum schön gelegenen Ristorante Primula zu beginnen. Bald führt der Weg durch den Wald, wird zu einem verlassenen Pfad, bis nach einem erdigen Waldweg die kurze anspruchsvolle, weil steile, Abfahrt auf grobem Schotter, teils mit Betonplatten versetzt, hinab nach Breguzzo im Valle del Chiese folgt. Auf Radwegen geht es zunächst durch das Tal und an dessen Hängen noch einmal kurz hinauf, um in einen lässigen finalen Trail einzusteigen, dessen Ende genau am Lago di Roncone liegt. Dort am Ufer dieses kleinen Sees ist das Ziel dieser Etappe.

EtappeStreckeAnspruchKilometerHöhenmeter
Etappe 6Val di Sole - Valle del Chiese578,962.772
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