Etappe 3

Livigno – Bormio

Hans „No Way“ Rey, der als Berater für Livigno arbeitet, hat uns die Türen für diese ganz neue Strecke von Livigno aufgemacht. Zum allerersten Mal führt die Transalp über die von Hans mitentwickelten Freeridestrecken am Carosello 3.000. Deshalb macht diese Strecke zunächst eine Schleife. Sie führt über die Ponte Calcheira ins schöne Val Federia, durch das die Strecke zum höchsten Punkt auf 2.800 Metern Höhe klettert. Landschaftlich wunderschön, hat dieser Weg leider einen kleinen Haken: eine kurze, wirklich fiese Schotter-Rampe, die mit Motor noch geht. Mit Muskelkraft und Kurbel nicht mehr. Schieben! Frust? Nein, denn dafür ist die Schiebestrecke zu kurz und die Entlohnung zu gewaltig. 10 Kilometer und 850 Höhenmeter bergab auf feinsten Panorama-Freeride-Trails warten nun auf die Teilnehmer. Und wer danach unten an der Ponte Calcheira die Auffahrtstrecke wieder kreuzt, sollte aus dem Grinsen nicht mehr heraus kommen. Doch diese Etappe hat noch mehr zu bieten, sie ist wie eine Präsentation des ganzen Bikereviers, weil jetzt nach den gebauten „New School“-Trails die alten Schmugglerwege, die „Old School“-Naturpfade warten, für die Livigno seit jeher berühmt ist. Durch das Val Torto geht es auf einem lässigen Waldpfad nach Trepalle, von da über den Passo Trela zur Alpe Trela und schließlich über die Bocchetta di Trela mit sagenhaften Blick in die Gletscher der Cima Piazzi hinab zum Almgelände von Vezzola. Aber: So schön diese Pfade auch sind, sie weisen bergauf teilweise amtliche Steigungsprozente auf. Deshalb ist diese „Trail-Etappe“ kein Schaulaufen, dafür aber eine deftige Portion richtiges Mountainbiken. Von Vezzola ist gleich die Decauville erreicht, eine von Ingenieuren im Höhenprofil kerzengerade angelegte Zufahrtstraße für den Bau der Staudämme am Lago di Cancano und am Lago San Giacomo di Fraele. Hier kann man mit tollem Weitblick auf 1.850 Metern Höhe dahin cruisen. Die Anstiege sind jetzt fast geschafft. Nur noch zum Passo Fraele, über die imposante Staumauer des Lago di Cancano und schon geht es inmitten der Felsen durch den Boscopiano flott hinunter zur Straße, die von Bormio hinaufführt zum Stilfser Joch. Kurz vor der Straße steht die Zeitmessung dieser Etappe. Entspannt und ohne Rennstress geht es dann auf der Straße ins Ziel in Bormio.

EtappeStreckeAnspruchKilometerHöhenmeter
Etappe 3Livigno - Bormio467,982.239
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