Etappe 2

Nauders – Livigno

Eine Königsetappe epischen Ausmaßes, die alles hat, was eine Transalp ausmacht. Im Grunde genommen ist dieser lange Ritt durch drei Länder eine kleine Transalp in sich. Los geht es in Nauders auf der oberen Pitsche, einem Panoramaweg über dem Ort, der in Richtung Bergkastel führt, der Bergstation des Skigebiets von Nauders. Nun führt die ganz neue Route aber zunächst auf einem Güterweg nach Stables, dann auf einem Forstweg hinauf über die Waldgrenze auf die weitläufigen Wiesen der Valdafuralm. Von hier führt ein Wiesenpfad und ein alter ruppiger Karrenweg spannend und knackig hinab zur Goldseehütte. Um von da den steilen Schlussanstieg zur Bergstation der Bergkastelbahn anzugehen. Hier ist seit dem letzten Stopp der Transalp ein ganz neuer Flow-Trail entstanden, der im oberen Teil hinab zur Stieralm führt. Jetzt geht es an der Waldgrenze entlang über das Hochmoor bis zu den skurrilen Panzersperren der Plamort mit Stahlkegel obendrauf. Das ist die Grenze zu Italien. Der lässige Plamort-Trail führt nun hinab zur Forststraße, die rasant hinunter nach Reschen am nördlichen Ufer des Reschensee führt. Erste Verschnaufpause.

Entlang des westlichen Seeufers führt der Radweg jetzt hinab ins Vinschgau, eine der größten Apfelanbau-Regionen Europas. Bevor der tiefste Punkt dieser Etappe bei Laatsch aber erreicht ist, macht die Strecke noch einen kurzen Abstecher vom Radweg hinauf zum Fauler See und auf einem schönen Wiesentrail zum Bergsee oberhalb von Burgeis. In Latsch ist die Verschnaufpause aber zu Ende. Rund 1.400 Höhenmeter müssen jetzt am Stück erklommen werden. Bis zur Schweizer Grenze zieht der Forstweg aber zunächst gemächlich an. In St. Maria beginnt schließlich der letzte Teil hinauf zur Passhöhe Döss Radond auf 2.235 Metern. Jetzt folgt die Belohnung. Die Abfahrt durch das zauberhafte Val Mora beginnt zunächst auf einem Forstweg, wird dann aber der Alp Buffalora zu einem herrlichen Pfad, der sich im Auf und Ab an der Talflanke hinabschlängelt. Das Val Mora ist ein landschaftlicher und fahrtechnischer Höhepunkt dieser Etappe. Schließlich kommt man zum westlichen Ende des Lago San Giacomo di Fraele, um den 400 Höhenmeter-Anstieg hinauf zum Passo Alpisella in Angriff zu nehmen. Die schnelle Abfahrt führt auf einem schmalen Waldweg zum Ufer des Lago di Livigno und das Ziel ist fast schon in Sicht. Doch das befindet sich ganz auf der anderen Seite des Ortes, in dem im Juli auf den Straßen und Radwegen eine Menge los ist. Unmöglich, da ein Rennen durchzuführen. So umrundet die Transalp-Strecke noch einmal den Ort an dessen westlichen Hängen. Entlang der Teas, so nennt man hier die Almhütten, führt die Strecke Richtung Plaza Placheda. Als Belohnung für diese Extrarunde, wartet ganz am Ende dieser Etappe aber noch ein kurzer Trail-Leckerbissen, der bis hinab zur Ponte Lungo führt. Von wo es kurz und flach ein kurzes Stück zurück ins Ziel geht.

EtappeStreckeAnspruchKilometerHöhenmeter
Etappe 2Nauders - Livigno5101,823.512
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