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Rekord: Frank Raschke war 23-mal dabei

11.01.2023 - 07:58

Einen Sommer ohne BIKE Transalp kann sich Frank Raschke längst nicht mehr vorstellen. Genauso wenig ist eine BIKE Transalp ohne Frank Raschke denkbar, denn keiner hat mehr Transalpen in den Beinen als der heute 68-Jährige: Ganze 23-mal stand Frank an der Startlinie – nur die Erstauflage 1998 hat er verpasst.

„Sieben Tage BIKE Transalp sind für mich der sportliche Höhepunkt des Jahres und ich möchte die 25 voll machen“, sagt der gebürtige Berliner, der seit 20 Jahren in Vorpommern lebt. Auch bei der Jubiläumsausgabe will er wieder Gas geben. 

1998, als die ersten Abenteuerhungrigen die BIKE Transalp Challenge wagten, fuhr Frank noch gar kein Mountainbike. Als er im Anschluss aber die Reportage im BIKE Magazin las, war seine Neugier geweckt und das Mountainbike-Feuer entfacht. Seitdem gab es keine BIKE Transalp mehr ohne den gebürtigen Berliner.

Bester Mix aus Sport und Abenteuer

Warum? „Mountainbiken ist für mich die ultimative Mischung aus Abenteuer und Sport und ein besseres Bikerennen als die BIKE Transalp habe ich noch nicht erlebt“, erzählt Frank. „Außerdem kann ich mit dem Wissen, der Rekordteilnehmer zu sein, nicht mehr einfach so aufhören. Selbst nach Unfällen oder Krankheit habe ich es immer wieder geschafft, rechtzeitig auf den Sattel zu kommen.“

Sein erstes Etappenrennen hat Frank gemeinsam mit seiner Frau Franziska im Mixed-Team bestritten, die ihn während des Rennens mit einem Heiratsantrag überrascht hat. Leider ist Franziska mittlerweile verstorben. Die folgenden Jahre stellte sich Frank den sieben Etappen mit unterschiedlichen Partnern und 2022 wagte er das Abenteuer zum ersten Mal als Einzelfahrer. 

Ohne Federung und mit vollem Rucksack

An seine erste BIKE Transalp erinnert sich Frank noch gut: Das war „ein großes Abenteuer. Schweres Mountainbike ohne Federung und vollgepackter Rucksack. Das Erlebnis, im Startblock zu stehen mit hunderten Gleichgesinnten hat bis heute für mich nichts von der Faszination eingebüßt.“

Wohl keiner hat die Entwicklung des Etappenrennens über die Jahre so gut miterlebt wie Frank: „Die Streckenausschilderung war lange nicht so ausgereift wie heute, jeder hatte ein Roadbook dabei und durch das wesentlich kleinere Teilnehmerfeld fuhren die Teams oft allein. Dadurch gab es durchaus den einen oder anderen ungeplanten Umweg.

Überzeugter Camp-Schläfer

Fast immer übernachten wir im Camp, und die ersten Male war es eine Herausforderung, zum Schlafen zu kommen, da es sehr voll, laut und unruhig zuging.“ Aber die nette Community bei der BIKE Transalp gehört für den Wiederholungstäter eben auch mit zum Event dazu.

Franks Lieblingsstrecke aus 23 BIKE Transalpen: Der Abschnitt zum Passo Rolle durchs Val Venegia. Der schönste Etappenort: St. Vigil. 

Foto: Seit 1999 hat Frank Raschke (rechts) nicht eine BIKE Transalp verpasst. Hier zusammen mit Teampartner Bernhard Niedermayr beim Start in Tux 2019.
 

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