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Mütter mit Biss

11.07.2021 - 00:22

Eigene Kinder bereichern das Leben! Aber sie krempeln es auch ordentlich um. Besonders dasjenige der Mutter. Denn Mutter sein heißt Verantwortung tragen. Mutter sein heißt sich sorgen und sich kümmern. Mutter sein heißt, weniger Zeit haben und es heißt, des Öfteren zurückstecken. Aber Muttersein heißt nicht, sich selbst verlieren! Das beweisen Daniela Schütt und Nadja Klag.

„Willst du dir das wirklich antun?“, „Wird das nicht zu anstrengend?“, „Geht das denn!“ So lauteten die Fragen von Freunden und Bekannten, als Daniela kurz vor ihrer Geburt bekannt gab, wenige Monate später mit ihrer Freundin Nadja die MAXXIS BIKE Transalp zu fahren. Daniela aber hat sich durch die gut gemeinten Überlegungen ihrer Mitmenschen nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen.

Die frischgewordene Mutter wollte sich und anderen Frauen zeigen, dass sich das Elterndasein und intensiver Sport nicht ausschließen und dass Frau sich auch mit Kind selbst verwirklichen kann. Und darf! „Ich wollte sportliche Mütter motivieren, nach der Geburt schnell wieder ins Training zurückzufinden.“, betont Daniela, die kleine Sophie auf dem Arm.

Schnell zurückfinden in den Sport musste Daniela. Denn sie hatte, kurz nach der Geburt, nur drei Monate, um sich auf die Herausforderung BIKE Transalp vorzubereiten. Das bedeutete drei Monate vollste Fokussierung, enormer Ehrgeiz und vor allem die Unterstützung der Familie. Mit Schlafmangel wegen nächtlicher Weckrufe des Neugeborenen und inmitten eisiger Frühlingstage bedurfte es einer maximalen Dosis an Motivation. Wo nimmt man diese her? Dafür braucht Daniela nicht lange überlegen: Ihr enormer Wille, die MAXXIS BIKE Transalp zu fahren, war permanenter Ansporn.

Umso schwerer wiegt die Enttäuschung, die Daniela während des Mehrtagesrennens erleiden musste. Wegen einer Lebensmittelvergiftung konnte sie die dritte Etappe nicht antreten. So stand Freundin Naja mit trauriger Mine und ohne Teampartnerin am Start der schweren Stage von Bormio nach Aprica, auf die sie aber ihre Freundin gedanklich mitnahm.

„Ich wollte es unbedingt schaffen. Ich habe so viel dafür gegeben. Und dann habe ich es nicht geschafft.“, beklagt Naja ihren Ausfall.  Aber sie hat wirklich nicht den allergeringsten Grund, enttäuscht zu sein. Denn nach zwei Tagen und noch immer mit Bauchweh stellte sich die willensstarke Frau bei Etappe fünf wieder an den Start. Wenn das nicht eine noch größere Leistung ist, als eine aalglatt verlaufene BIKE Transalp!

„Das ist ein Wink des Schicksals. Daniela soll unbedingt noch einmal in der Mixed Wertung mit ihrem Partner starten.“, meint Naja, ein melancholisches Lächeln auf den Lippen. Dieser habe nämlich seiner Partnerin den verdienten Vortritt gelassen und sich mit einer eigenen Teilnahme am siebentägigen Etappenrennen hinten angestellt. „Ohne ihn und meine Eltern, die uns hier zusätzlich supporten, wäre all das gar nicht möglich gewesen.“, bedankt sich Daniela bei ihrer Familie. Nadja, vierfache Mutter, stimmt zu: „ So ein Unternehmen geht nur mit der ganzen Familie zusammen. Es ist ja nicht nur die eine Woche Rennen, sondern auch die ganze Vorbereitungszeit..“ Bei ihr sei über ihre Teilnahme an dem siebentägigen Mountainbike-Event demokratisch im Familienrat abgestimmt worden.

Wie ist es als ganz frische Mutter, die MAXXIS BIKE Transalp zu fahren? „Ich stille die Kleine vor dem Rennen, zwischendurch wird sie von meinem Partner gefüttert und danach bin ich wieder ganz für sie da.“,  so Daniela. Aber natürlich denke sie während der Etappe die ganze Zeit an ihre fünfmonatige Sophie. Aber das Töchterchen fährt immer mit, nämlich als Foto auf dem Oberrohr.

Daniela und Nadja zeigen, dass es möglich ist, auch als Mutter und mit großen Verpflichtungen seine Träume zu verwirklichen.

Also Mädels: Traut Euch! 

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