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Fulminantes Finale am Molvenosee 

20.07.2019 - 16:27

Spannend bis zur letzten Minute: Jochen Käß und Daniel Geismayr sicherten sich erst auf der letzten Etappe den Gesamtsieg vor Urs Huber und Simon Stiebjahn.

 

Nach 18.500 Höhenmetern, 560 Kilometern, spannenden Zielsprints und vielen emotionalen Momenten ist heute die 22. MAXXIS BIKE Transalp am Molvenosee zu Ende gegangen. 700 Mountainbiker aus 37 Nationen waren bei Europas legendärem Etappenrennen an den Start gegangen, um gemeinsam zu schwitzen, zu kämpfen und die spektakuläre Alpenwelt zu erleben.

In diesem Jahr war es spannend bis zur letzten Minute. Schien der Titelsieg für die BULLS Fahrer Urs Huber (SUI) und Simon Stiebjahn (GER) schon fast sicher, gelang es den Titelverteidigen Jochen Käß (GER) und Daniel Geismayr (AUT) doch noch, das Ruder auf der letzten Etappe umzureißen und den Titel zum 7. Mal in Folge für Centurion Vaude zu holen. Rang 3 erkämpften sich der Italiener Marco Rebagliati und der Norwegische Meister Ole Hem (Wilier 7C Force) 


 "Haben alles riskiert"

In sieben Etappen führte die MAXXIS BIKE Transalp von Tux im Zillertal nach Molveno in Italien. Auf den ersten vier Etappen lieferten sich die Top-Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nur zwölf Sekunden trennten den Titelverteidiger Jochen Käß (GER) und seinen Teampartner Daniel Geismayr (AUT) von den Angreifern Urs Huber und Simon Stiebjahn. Gut für die Zuschauer, die sich über spannende Sprints auf der Zielgeraden freuen konnten.

Erst auf Etappe 5 gelang es Team BULLS sich abzusetzen. Ein Sturz warf die Titelverteidiger zurück. Fast schien es so, als sei der Vorsprung von rund 3 Minuten nicht mehr einzuholen. Irrtum. Auf der letzten Etappe griff Centurion Vaude an und erkämpfte sich mit einem Vorsprung von mehr als zwei Minuten den Titel-Sieg, während das BULLS Team mit einer Panne zu kämpfen hatte. „Wir sind stolz, haben uns heute extrem gequält uns sind extrem happy, dass wir das Rennen noch wenden konnten“, freute sich Geismayr im Ziel.    
 
Käß musste nach seinem Sturz die Zähne zusammen beißen. „Wir haben alles gegeben, alles riskiert. Am Ende hat vielleicht doch die Gerechtigkeit gesiegt“, sagt er mit Blick auf den Sturz. Bitter für Team Bulls: „Der technische Defekt hat uns den Gesamtsieg gekostet“, sagt  Stiebjahn enttäuscht. „Trotzdem Respekt für die anderen, sie waren das stärkere Team über die Woche und haben verdient gewonnen. Aber nächstes Jahr greifen wir wieder an!“ 
 

"Brauchen mehr Mädels!"


Für Marco Rebagliati und Ole Hem kam der dritte Podiumsplatz überraschend, wollten sie doch eigentlich nur ihre Teamkollegen Tony Longo und Gregory Brenes Obando unterstützen. Doch es kam anders. „Zwei Etappensiege und ein Platz auf dem Gesamtpodium: Das ist für uns einfach der Hammer“, freut sich der Italiener.  
 
Über „die wohl spannendste BIKE Transalp seit Jahren mit einem fulminanten Finale in Molveno“, blickt auch Organisator Jan Leschinski nach sieben spektakuläre Tage zurück. Spektakulär war auch die Zieleinfahrt des besten Frauenteams: Nina Hartleb und Elena Wagner aus Deutschland hatten sich einen riesigen Vorsprung von fast  sieben Stunden erkämpft und sich nie träumen lassen, das Führungstrikot zu tragen. „Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte Wagner und schob einen Appell an alle Frauen hinterher: „Wir brauchen hier mehr Mädels!“ 
 
Ähnlich eindeutig war das Ergebnis in der Mixed-Wertung. Stefanie Dohrn (GER) und Philip Handl (SUI) von Centurion Vaude wurden ihrer Favoritenrolle von Anfang an und bis zum Schluss zu 100 Prozent gerecht. Bei den Masters-Fahrern kämpften immer wieder Massimo Debertolis (ITA) und Dax Jaikel (CRI), der mit einer Beinprothese fährt, gegen die Italiener Ivan Degasperi und Pierluigi Betelli. Der Gesamtsieg ging schließlich an den ehemaligen Weltmeister Debertolis und seinen Kollegen. „Das ist für uns der dritte Transalp-Sieg in Folge, ich bin einfach nur glücklich“, so Debertolis.   
 
Premiere: Zum ersten Mal in der BIKE Transalp-Geschichte waren auch Einzelstarter zugelassen.  Viele, die bislang keinen Partner gefunden hatten, nutzten die Chance, sich alleine der Herausforderung zu stellen. Bei den Männern konnte sich der Kolumbianer Diyer Rincom Gomez ganz klar als Sieger behaupten. Bei den Frauen fiel die Entscheidung erst auf der letzten Etappe: Der Sieg geht an die Schweizerin Irina Luetzelschwab.
   
Alle Ergebnisse gibt es hier
 
 

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