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Das hat es noch nie gegeben!

07.07.2021 - 12:56

Imke Wiedemann und Anna Schmitt haben auf der zweiten Etappe besonders viel Frauenpower bewiesen. Nach satten 40 Überholmanövern wurde ihnen nach der zweiten Etappe das Scott Attack-Trikot überreicht.

Bei der Auftaktetappe hatten die beiden Power-Mütter das Glück nicht gepachtet. Kaum war der Startschuss für die erste Stage gefallen, mussten die Beiden auch schon eine Zwangspause einlegen. Plattfuß! Nach zwei Kilometern! Als wenn das nicht schon bitter genug wäre, war der Übeltäter des Luftverlustes nicht ausfindig zu machen. Wo flicken ohne Loch? Also konnte der Grund nur beim Ventil liegen. Und so kamen die beiden nicht um die klebrige Schweinerei herum, die die Dichtmilch der Tubeless-Reifen beim Wechsel auf einen Schlauch verursacht.

Mit verklebten Fingern und recht einsam machten sich die beiden schließlich wieder auf den  Weg. Allzu groß aber war der Frust nicht. „So konnten wir es gelassen angehen.“, lachen beide synchron. Dennoch ließen sie die Beine nicht hängen und traten kräftig ins Pedal. Als sie merkten, dass sie in rhythmischem Flow immer wieder andere überholten und schließlich auf ein reines Frauenteam aufschlossen, packte sie der Ehrgeiz doch ein wenig. Nur nicht übers Limit gehen, hieß es aber. Doch wer kennt es nicht? So viel Erfolgserlebnis führt schnell zu einem kleinen Rausch. Und so gibt Imke grinsend zu: „Am Ende haben wir dann vielleicht doch etwas überzogen.“

Was die beiden sympathischen Frauen am ersten Tag schon erreicht hatten, toppten sie an Tag zwei noch einmal. Sagenhafte 40 Plätze machten sie auf der „kurzen“ zweiten Etappe gut. Man fragt sich, wie viele es bei einer der langen Etappen geworden wären. Als Belohnung durften sie am Ende des Tages nicht nur auf Platz zwei des Podiums stehen, sondern erhielten zudem das Scott Attack-Trikot und sorgten so für eine BIKE Transalp-Premiere. Ein reines Frauen-Team im Scott Attack-Trikot – das hat es noch nie gegeben!

Wie haben sich die Mädels gefühlt, als sie das Ehrentrikot überziehen durften? „Ich habe mich total gefreut, denn es ist in meiner Lieblingsfarbe.“, lacht Anna und steckt alle um sie herum damit an. Natürlich waren sie sehr stolz. Das dürfen sie auch sein! Auf die Frage, ob ihre Aufholjagd weiter gehen solle, sind sich beide einig: „Nein, wir wollen gut durchkommen und die restlichen Tage überstehen. Und natürlich Spaß haben.“ Von Pannen mögen sie auch verschont bleiben.

Imke und Anna gönnen sich jedes Jahr eine Woche Urlaub von Alltag und Familie. Dabei stehen ihre Männer und Kinder stolz hinter ihnen, indem sie in der Heimat alles am Laufen halten. „Wir sind unseren Männern sehr dankbar, dass sie uns in der Woche den Rücken frei halten und uns eine Woche Urlaub ermöglichen. Und den Kindern danken wir, dass sie uns eine Woche entbehren.“, sagt Anna mit einem Funkeln in den Augen.  

Dieses Jahr machen die Beiden eben einmal Ferien bei der BIKE Transalp. Nach dieser Challenge wird der Alltag sie sicher nicht so schnell wieder einholen. Zu lange werden die unvergesslichen Erlebnisse nachhallen.

Was sie Frauen raten, die gern einmal die BIKE Transalp fahren wollen? „Sie sollten schon etwas Mountainbike fahren können. Vor allem die Trails erfordern etwas Geschick.“, erklärt Imke, worauf Anna bestätigt: „Ganz aus der Kalten ist das nicht zu empfehlen. Man sollte schon mal einen Marathon gefahren sein. Dann aber ist das eine super Sache.“ Außerdem erwähnen beide mit einem Zwinkern: „Etwas Schrauben sollten sie auch können.“ Bevor wir das Interview beenden, flüstert Imke noch schnell hinter vorgehaltener Hand. „Es ist tatsächlich ganz schön anstrengend.“

Ja, die BIKE Transalp ist verbunden mit körperlichen und mentalen Strapazen. Aber umso mehr bekommt man zurück. Nämlich unvergessliche Erlebnisse und das Wissen darüber, zu was allem frau fähig ist.

Also: Traut Euch Mädels!

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