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Abstecher zu den großen Steinen: Straßenprofi zu Besuch bei der MAXXIS BIKE Transalp 2021

04.11.2021 - 17:16

Achtmalige Teilnahme bei der Tour de France, viermaliger Weltmeister im Straßen-Mannschaftszeitfahren, Erster bei der Flandern-Rundfahrt und Sieger von Paris-Roubaix. Wer sich im Radsport auskennt, bringt den Sportler dieser Erfolgsauflistung nicht unbedingt mit einem Mountainbike-Etappenrennen in Verbindung. Tatsächlich ist Niki Terpstra gewöhnlich auf den Landstraßen der World Pro Tour-Rennen unterwegs. Doch im Sommer hatte sich der niederländische Total Direct Energie-Fahrer zu einer spontanen Teilnahme bei der MAXXIS BIKE Transalp 2021 und für einen besonders holprigen Untergrund entschieden.

Holprige Wege ist Niki gewohnt. Als Klassikerspezialist und Kenner der großkantigen Katzenköpfe Belgiens und Nordfrankreichs sind ihm permanent vibrierende Handgelenke und Ganzkörper-Erschütterungen gut vertraut - von widrigen Wetterbedingungen ganz zu schweigen. Allerdings beläuft sich die Größe des unangenehmsten Kopfsteinpflasters auf Faustgröße und die Anordnung ist auch im chaotischsten Stil irgendwie regelmäßig. Anders allerdings ordnen sich die unförmigen Felsbrocken und die schlangenartigen Wurzelstränge, die entlang loser Waldböden und rutschiger Steilhänge das Terrain der Transalp-Etappen recht Straßenfahrer-unfreundlich gestalten. Vor allem die großen Steine scheinen einem Asphalt-Spezialisten Probleme zu bereiten. Da ist es gut, wenn man sich auf die Erfahrung des Teampartners verlassen kann.

„Überall große Steine“, witzelt Nikis Teampartner Gosse, der sich auf Mountainbike und Cycloscrosser heimisch fühlt. „Ich fahre vorneweg und warne Niki immer, wenn wieder ein großer Stein kommt.“ Die Frage, ob die Steine hier größer seien, als bei Paris-Roubaix, kann ich mir nicht verkneifen. Nikis Augen weiten sich, seine Mundwinkel setzen zu einem Grinsen an: „Viiiiieeeel größer“, lacht er und dankt Gosse für die Gefahren abwägende Streckenschau im Rennen.

Er vertraue seinem Teampartner blind, verrät Niki. Und dabei hatten sie sich erst kurz vor der MAXXIS BIKE Transalp 2021 kennengelernt. Über Instagram spontan für eine Team-Teilnahme am legendären Etappenrennen über die Alpen entschieden, haben sie erst einen Tag vor dem Start eine gemeinsame Kennenlernrunde gedreht. „Zwei Stunden haben gereicht. Dann wusste ich, was er kann“, erklärt Gosse mit einem anerkennenden Nicken in Nikis Richtung.

Doch wie ist es für einen Straßenprofi bei einem Mountainbike-Etappenrennen mitzufahren? „Es ist sehr anstrengend. Ich fahre hier richtig Rennen und gebe immer alles. Die extrem steilen Anstiege sind besonders kräftezehrend“, gibt der Klassikerspezialist zu und witzelt weiter: „Und die großen Steine natürlich.“ Zudem sei es ein sehr gutes Technik-Training, von dem er auch beim Straßenrennen profitieren könne. Allgemein lege der Straßen-Profi viel Wert auf ein breit gefächertes Multi-Trainining, bei dem - vor allem im Winter - auch an und an Einheiten auf dem Mountainbike dazu zählen. "Besonders schön ist es - vor allem nach dem langen Corona-Blues - mal wieder etwas Neues zu probieren und etwas Abwechslung zu haben.", führt Niki sichtbar fröhlich fort. Daher sei die MAXXIS BIKE Transalp auch wie eine tolle Mischung aus intensivem Trainingslager und entspanntem Urlaub. Urlaubsfeeling kommt in dem gemütlich-pragmatischen Wohnmobil und mit den zwei nicht weniger gut gelaunten Unterstützern ganz bestimmt auf. Als ich mich verabschiede, werden schon die Spielsteine hervorgeholt, um nach meinem Verschwinden das allabendliche Rummikub zu spielen.

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