Termin 17. - 23.07.2016

Streckeninformationen

Etappe 6

Mezzana – Trento

Das ist auf über 80 Kilometern Länge ein einziger Geheimtipp: Von Mezzana wird sich das Feld zunächst einmal einrollen, wenn es auf dem Radweg über 12 Kilometer leicht bergab bis Malé geht. Dort beginnt der anstrengende 1000-Höhenmeter-Anstieg hinauf zum Passo le Fraine, der Schulter nördlich des Monte Peller am äußersten Ausläufer des Brenta-Massivs. Der Pass trennt das Val di Sole von der gewaltigen Apfelkammer des Nonstals. Der Weg, der jetzt über 1000 Meter hinab führt, ist einer dieser Geheimtipps: versteckte Pfade, Wald und Karrenwege, die an einigen Stellen aber auch höchste Konzentration erfordern. Besonders, wenn die Karrenwege steil und sehr ruppig werden. Von Tuenno bis kurz vor Andalo folgt der Weg jetzt der offiziellen Route von Dolomiti Brenta Bike, die in diesem Abschnitt alle Gerüchte, es handele sich dabei nur um eine landschaftlich wertvolle, aber fahrtechnisch eher langweilige Runde um das Bergmassiv, zunichte macht. Die 27 Kilometer nach Cavedago, auf denen insgesamt 900 Höhenmeter zusammen kommen, entpuppen sich schließlich als ein äußerst abwechslungsreicher Ritt – meist auf schmalen Waldwegen und einigen Trails mit einer 2,5 Kilometer langen Einlage im kerzengeraden Tunnel von Tèrres. Und auch die letzten Kilometer nach Trento sind außergewöhnlich. Denn tatsächlich führt in den Felswänden ein Weg von Fai della Paganella, auf 1000 Metern Höhe gelegen, ins 800 Meter tiefer gelegene Etschtal. Zunächst geht es auf Waldwegen bergab, dann folgt ein kurzer schöner Trail, bis eine Bergab-Tragepassage über rund 100 Höhenmeter gemeistert werden muss. Die letzten Meter hinab nach Zambana Vechia im Talgrund sind schließlich wieder fahrbar. Nun führt am rechten Etschufer ein schöner Waldweg bis vor die Tore von Trento, wo auf dieser Etappe bereits die Zeit genommen wird. Zur Piazza Fiera mit entsprechendem Angebot an lässigen Cafès im Herzen der historischen Altstadt geht es schließlich neutralisiert.